Öffentliche Mitteilungen Ausgabe 05/2026 Amtliches Mitteilungsblatt Wenzenbach 5 Gemeinderat Wenzenbach startet neue Amtszeit mit Fokus auf Zusammenarbeit und Verantwortung Mit der konstituierenden Sitzung am 5. Mai 2026 hat der neue Gemeinderat der Gemeinde Wenzenbach offiziell seineArbeit aufgenommen. Für Bürgermeister Sebastian Koch stand dieserAuftakt vor allem imZeichen eines klaren Leitgedankens: politische Arbeit in der Kommune lebt nicht von parteipolitischerAbgrenzung oder Postenlogik, sondern vom gemeinsamen Gestalten und einem verlässlichen Miteinander. Schon in seiner Eröffnungsredemachte Koch deutlich, dass die vergangenen Wochen rund um die formale Organisation des Gremiums zwar teilweise intensiv und anspruchsvoll waren, dies jedoch nicht den eigentlichen Kern kommunalpolitischer Arbeit berühre. Entscheidend sei nicht die Verteilung von Funktionen, sondern die gemeinsameVerantwortung für die Entwicklung der Gemeinde.Die SPD als eigentlich stärkste Kraft setze demnach auf eine konsensfähige Lösung sowie Einbindung aller Fraktionen und werde in den folgendenWahlgängen darauf verzichten, selbst Posten vorzuschlagen. Im Rahmen der Sitzung wurden zunächst die neue Ratsmitglieder CarolaAdlhoch, TanjaAdlhoch, Günther Glötzl, Emanuel Heinrich, Manuel Hofstetter, undVeronika Koller vereidigt.Anschließend galt es, die stellvertretenden Bürgermeisterpositionen neu zu besetzen. Zum Zweiten Bürgermeister wurde Andreas Kerscher gewählt. Wie Bürgermeister Koch betonte, bestehe zwischen den beiden bereits eine langjährige Seilschaft bei gemeinsamenBergtouren.Diese Erfahrung gegenseitigen Vertrauens soll nun auch in der politischen Zusammenarbeit eine stabile Grundlage bilden, insbesondere in anspruchsvollen kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen. Zur Dritten Bürgermeisterin wurde die Grünthalerin Petra Rösch bestimmt. Ihre Wahl darf als Zeichen dafür gesehenwerden, dass die Ortsteile in der kommunalen Entscheidungsstruktur weiterhin einewichtige Rolle spielen.Gleichzeitigwird damit auch auf eine stärkere Sichtbarkeit von Frauen in der Gemeindepolitik abgezielt. Bürgermeister Koch hob in seiner Rede hervor, dass die Zusammensetzung des neuen Gremiums von Vielfalt geprägt ist – sowohl hinsichtlich beruflicher Erfahrungen als auch persönlicher Hintergründe. Diese Vielfalt sei jedoch kein Hindernis für gemeinsame Entscheidungen, sondern vielmehr eine Grundlage für bessere Lösungen. Unterschiedliche Sichtweisenwürden dazu beitragen, Entscheidungen breiter abzusichern und die Gemeinde insgesamt zukunftsfähiger aufzustellen. In diesem Zusammenhang betonte Koch besonders den Gedanken des Zusammenhalts. Für ihn sei entscheidend, dass Verantwortung gemeinsamgetragen werde und nicht auf wenige Personen konzentriert bleibe.Auch die Besetzung von Ämtern solle sich nicht allein aus formalen Mehrheitsverhältnissen ergeben, sondern aus demAnspruch heraus, ein arbeitsfähiges und vertrauensvolles Team zu bilden. Die politische Kultur imGemeinderat sei, so Kochweiter, über viele Jahre hinweg von Kooperation geprägt gewesen – auch in schwierigen Situationen. Als Beispiele nannte er unter anderem die gemeinsamen Entscheidungen rund umden kostspieligen Schulbau sowie das geschlossene Auftreten bei Konflikten wie etwa demAus bei der Wärmeversorgung am Roither Berg. Hier habe man sich trotz mitunter recht unheilvoller Kontaktaufnahmen von Seiten der Investoren nie auseinanderdividieren lassen und sich sogar schützend vor ihn als Bürgermeister gestellt als die Situation zu sehr ins persönliche abzurutschen drohte. Diese Erfahrungen hätten klar gezeigt, dass die Gemeinde dann besonders handlungsfähig sei, wenn sie geschlossen auftrete. Auch in aktuellen Projekten, etwa der Entwicklung eines Nahversorgungszentrums, habe sich dieser Ansatz bewährt. Unterschiedliche Positionen seien dabei nicht unterdrückt worden, sondern hätten im gemeinsamen Diskurs zu tragfähigen Lösungen geführt. »
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