Mitteilungsblatt der Gemeinde Pentling

34 Pentlinger Mitteilungsblatt ausgabe 04/2020 AuS dem lAndKreIS Keine zehn Minuten nachdem Gaby von Rhein, die Leiterin der Freiwilligenagentur des Landkreises, die Organisierten Nachbarschaftshilfen gebeten hatte, in Zeiten von Corona ganz besonders für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis da zu sein, war klar: Die nachbarschaftlichen Hilfsangebote im Landkreis funktionieren. Mindestens zwei Helferkreise – Pentling und Laaber – hatten sich bereits gekümmert und vor Ort nochmal explizit auf ihre Einkaufshilfen und anderen An- gebote aufmerksam gemacht. Eine Gruppe, die neu gegrün- dete Mötzinger Nachbarschaftshilfe, meldete umgehend zurück, schon an der Organisation von Einkaufshilfen zu sit- zen und eine Gemeinde – Sünching (bisher ohne Nachbar- schafshilfe) – gab die spontane Gründung eines ehrenamtlichen Helferkreises bekannt. 26 – mit Sünching künftig eventuell 27 – Nachbarschaftshilfe- Organisationen gibt es im Landkreis: Aufhausen, Bernhards- wald, Brennberg, Deuerling, Donaustauf, Duggendorf, Hemau, Laaber, Lappersdorf, Mintraching, Mötzing, Neu- traubling, Nittendorf, Obertraubling, Pentling, Pettendorf, Pfakofen, Pfatter, Pielenhofen, Regenstauf, Sinzing, (Sün- ching), Tegernheim, Thalmassing, Wenzenbach, Wörth und Zeitlarn. Alle bieten Einkaufshilfen an, manche auch Kinder- betreuung, das Ausführen von Hunden usw. „Unsere Nach- barschaftshilfen kümmern sich“, sagt Gaby von Rhein, „jeder, der jetzt neu oder verstärkt Hilfe braucht, kann sich an sie wenden!“ Ansprechpartner und Kontaktdaten finden sich auf der Homepage der Freiwilligenagentur (www.freiwilligen- agentur.landkreis-regensburg.de ). corona-Virus: landkreis regensburg im hinblick auf ehrenamtliche hilfen gut aufgestellt „Unsere Nachbarschaftshilfen kümmern sich!“ Im Mai vergangenen Jahres wurden Stadt und Landkreis Re- gensburg vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als Öko-Modellregion ausgezeich- net. Seit seinem Dienstantritt im September 2019 hat Mat- thias Sabatier, Geograph und Landwirt, als Projektmanager der Öko-Modellregion für Stadt und Landkreis Regensburg eine ganze Reihe von Projekten und Kooperationen zur För- derung der biologischen Landwirtschaft vor Ort initiiert bzw. weiterentwickelt. Im heutigen Pressegespräch zogen Elisabeth Sojer-Falter, Leiterin der Abteilung Regionalentwicklung und Wirtschaft im Landratsamt, und Matthias Sabatier eine Zwi- schenbilanz zum Projekt Öko-Modellregion. In der Region Regensburg bewirtschafteten 2019 mit 187 Be- trieben 9,35 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe ihre Flächen nach ökologischen Kriterien. Die ökologisch bewirt- schaftete Fläche lag dabei mit 8.731 Hektar bei 12,09 Prozent. Mit einigen Betrieben hat der Projektmanager der Öko-Mo- dellregion inzwischen Gespräche geführt und Verbindungen zu Lebensmittelverarbeitern hergestellt, um regionale Wert- schöpfungsketten aufzubauen und zu etablieren. Da solche Prozesse bis zur Umsetzung einen längeren Zeitraum benöti- gen, wird Matthias Sabatier mit den Akteuren auch künftig in engem Kontakt bleiben, sie begleiten und weiterhin motivie- ren. Mehr regionale Bio-Lebensmittel in Kitas, Schulen und Betriebskantinen Ein Schwerpunktthema in der Öko-Modellregion Regensburg ist der vermehrte Einsatz bioregionaler Lebensmittel in der sogenannten Gemeinschaftsverpflegung. Damit sind die Kan- tinen von Schulen, Kindertageseinrichtungen und Betrieben sowie Caterer, die diese Einrichtungen beliefern, gemeint. Zu diesem Thema lädt die Öko-Modellregion zusammen mit dem Fachzentrum Ernährung/ Gemeinschaftsverpflegung am 10. März von 14.30 bis 18.30 Uhr Küchenverantwortliche der be- schriebenen Einrichtungen ins Amt für Ernährung, Landwirt- schaft und Forsten zu einer kostenlosen Veranstaltung ein. Neben Erfahrungsberichten aus der Praxis findet ein gemein- sames Kochen mit dem erfahrenen Bio-Caterer Hannes Ei- chinger statt. Im Anschluss an die Veranstaltung können sich die Teilnehmer um ein kostenfreies, mehrmonatiges Coaching bewerben, bei dem den umstellungsbereiten Küchen ein Bio- Koch beratend zur Seite steht. Solidar-Gemeinschaften zwischen Landwirten und Verbrauchern Auch im Bereich solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) haben sich einige Initiativen entwickelt. Solidarisch meint in diesem Fall, dass sich Verbraucher zusammenschließen und das Ri- siko des Landwirtes, Ernteausfälle zu erleiden, untereinander aufteilen und ihm den Lebensmittelabsatz sichern. Die Lohn- und Materialkosten des Landwirts/Gärtners werden gemein- schaftlich übernommen. Dafür bekommen die Verbraucher die angebauten Lebensmittel, deren Menge sich anteilig an der derzeitigen Gesamternte orientiert. Je nach Ausgestaltung der einzelnen SoLaWi besteht die Möglichkeit, regelmäßig auf dem Acker mitzuarbeiten. Erfahrungsaustausch im Bio-Landbau von Bauer zu Bauer Im Frühjahr wird es ein Angebot zu Bauer-zu-Bauer-Gesprä- chen geben. Dabei sind umstellungsinteressierte Landwirte dazu eingeladen, einen bereits bio-zertifizierten BioRegio-Be- trieb zu besichtigen. Neben einer Betriebsführung können dabei Fragen zu Schwierigkeiten bei der Umstellung, Erfah- rungen im Bereich der biologischen Landwirtschaft, Absatz- möglichkeiten und vieles mehr, gestellt werden. Auf der Homepage des Landkreises sind unter „Regional ge- nießen“ neben den Bauern- und Wochenmärkten nun auch die Biobetriebe mit eigener Direktvermarktung aufgelistet. Wer Hinweise zur Vervollständigung dieser Liste oder Inte- resse an einem oder mehreren der oben beschriebenen Pro- jekte hat, kann sich gerne mit dem Projektmanager der Öko-Modellregion, Matthias Sabatier, unter 0941 4009-168 oder matthias.sabatier@lra-regensburg.de in Verbindung set- zen. Öko-Modellregion Regensburg bringt Früchte

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