Mitteilungsblatt des Marktes Nittendorf

19 Mitteilungsblatt Markt nittendorf April 2026 AuS der MArktgeMeinde Undorf. Vom Geheimtipp zum Erfolgsmodell. Die Rede ist vom alljährlichen Operettenabend am Rosenmontag im Undorfer Pfarrsaal, heuer unter dem Motto „Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“. Die Pfarrei St. Josef und der Kultur- und Brauchtumsverein Nittendorf organisieren jedes das musikalisch-gesangliche Spektakel und laden dazu immer hervorragende Interpreten ein. Weil der Zulauf an Besuchern in den letzten Jahren ständig gewachsen war und viele Gäste wieder umkehren mussten, setzten die Organisatoren für den Faschingssonntag einen Zusatztermin an. An beiden Tagen war der Saal jeweils proppenvoll, was auch den Mitorganisator und Sprecher Josef Lennert sehr freute. Dieser hatte neben den Künstlern die vielen Gäste begrüßt. Michael Weigert (Tenor), Helena Lackner, (Sopran) und Prof. Norbert Düchtel Stammgast als Interpret ist schon seit einigen Jahren der bekannte Tenor Michael Weigert aus Regensburg. Dieser begrüßte die Besucher wieder einmal mit einem schneidigen „Griaß Eich Gott, alle miteinander“ aus dem „Vogelhändler“. Weigert führte auch gewohnt humorvoll und heiter durch das Programm mit Liedern aus der Welt der Operetten und der alten Filmmusik. Unterstützt wurde der Tenor heuer durch die international agierende Sopranistin Helena Lackner. Die beiden Künstler begeisterten mit ihrem mitreißenden, freudigen Gesang von der ersten Minute an das Publikum. Lackner hatte auch keine Scheu, sich unter die Besucher zu mischen und den einen oder anderen männlichen Gast etwa beim „Habanera“ aus der Oper Carmen mit ihrer wunderbaren Stimme zu bezirzen. Am Blüthner-Flügel begleitete in gewohnt meisterlicher und virtuoser Weise Kirchenmusiker Prof. Norbert Düchtel aus Undorf die beiden Starsänger. Claudia Düchtel unterstützte ihren Ehemann, wie immer, als seine Assistentin. Sie ist bei allen Konzerten dafür zuständig, dass der Maestro an Orgel oder Flügel zum richtigen Zeitpunkt die passenden Noten parat hat. Das vielfältige Programm an den beiden Tagen enthielt viele „Ohrwürmer“, wie „Ich wollt ich wär ein Huhn“ von den Comedian Harmonists“ oder „Man müsste Klavier spielen können“, als Loblied auf den Pianisten. Düchtel ließ sich herausfordern und schob ein flottes Solo auf den Tasten seines Instruments ein. Italienischerotisch wurde es bei einem „Verbotenen Ständchen“, leidenschaftlich vorgetragen von Helena Lackner und bei einer neapolitanischen Geschichte, bei der es um verschmähte Liebe und Selbstmordgedanken geht, interpretiert von Weigert. Nicht fehlen durften die heiterschwungvollen Melodien von „Schenkt man sich Rosen in Tirol“, im Duett gesungen, „Freunde das Leben ist lebenswert oder „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ von Marlene Dietrich. Lackner nahm bei „Time to say good bye“ Funiculì, Funiculà, einer eingängigen neapolitanischen Melodie, auch bekannt durch den deutschen Faschingstitel „Marie, da liegt a toter Fisch im Wasser“, das Publikum im Wechselgesang mit, was weiter zur fröhlichen Atmosphäre beitrug. Auch mit den folgenden Stücken kamen die beiden Interpreten durch ihren lebendigen Vortag bestens an, bevor der Abend mit „Time to say good bye“, bekannt geworden durch Andrea Bocelli, in einem wunderbaren Duett zu Ende ging. text: PAul neuhoFF Rosenmontag 2026: Operettenabend Undorf von rechts: : Helene lackner, Michael Weigert, Claudia düchtel, Prof. norbert düchtel Foto: PAul neuhoFF anzeige

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